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Warum Tierschutz in Spanien?

Oft werden wir gefragt, warum wir uns für spanische Hunde einsetzen.
Die häufigste Bemerkung ist: Bei uns sind die Tierheime auch voll -- warum helft ihr nicht denen?


In Deutschland gibt es keine Tötungsstationen. Hier werden die Hunde in Tierheimen versorgt bis sie vermittelt werden. Mit ihnen wird auch gearbeitet, wenn sie "schwierig" sind. Viele der Hunde in den Tierheimen sind die sogenannten "Kampfhunde". Vor diesen Hunden schrecken die meisten Menschen zurück. Entweder, weil sie Angst haben durch die Panikmache in den Medien, oder sie wollen nicht von anderen Leuten wegen ihres Hundes angefeindet werden, oder Ihnen sind die immensen Steuern für diese Hunde zu hoch. Die meisten Deutschen gehen auch erst in Tierheime vor Ort. Zu uns kommen sie entweder, weil dort nicht der "Richtige" für sie war, oder weil sie von dem spanischen Elend gehört haben und deshalb einem spanischen Hund ein Zuhause geben möchten.

In Spanien werden Hunde von sehr sehr vielen Menschen wie Sachen behandelt. Will oder braucht man sie nicht mehr, werden sie entsorgt.
Entweder sie werden einfach ausgesetzt (dann haben sie noch Glück) oder sie werden aus "Tradition" getötet. Viele spanische Jäger bestrafen ihre "schlechten" Jagdhunde (meist Galgos), indem sie sie an einem Baum aufhängen. Die schlechten Jagdhunde berühren dann noch mit den Hinterbeinen den Boden und sterben so einen qualvollen Tod. Dies ist zwar mittlerweile unter Strafe gestellt, wird aber nach wie vor gemacht. Oder der Hund wird ins Auto verfrachtet, in eine andere Gegend gebracht und, damit er nicht dem Auto folgen kann, werden ihm die Beine gebrochen.
Im Januar sind Galgos aus einem Schacht gerettet worden. Der Besitzer hat sie dort entsorgt. 30 Meter tief! Wieder andere Galgos wurden in der Kanalisation entdeckt. Der Besitzer hat den Gully-Deckel geöffnet und sie hinein geworfen. Hätte es geregnet, wären sie ertrunken.
In Spanien werden viele Hunde an Ketten gehalten. Schon von Welpenalter an. Dies ist absolut entgegen der Hundenatur. Sie bekommen weder Zuneigung noch Zuspruch. Oftmals nur Schläge ...
Aus "Spaß" werden Hunde dort schwer misshandelt ... mit Steinen beworfen, sie bekommen Tüten über den Kopf gebunden, werden mit Autos, Motorrädern regelrecht gejagt ... dies sind nur einige Beispiele.
Oft werden den Hunden die Ohren abgeschnitten. Sie würden dann besser hören ...!!!

Als ich im Tierschutz anfing, habe ich viele schreckliche Geschichten gelesen: aus der Türkei, Griechenland, Rumänien, Bulgarien ... in den meisten dieser Länder gibt es Tötungsstationen ... aber meiner Meinung nach, ist Spanien am Schlimmsten ... eben wegen dieser Mißhandlungen und Tötungen aus Tradition. Man denke nur an den Stierkampf ...

Werden Hunde in den Perreras (Tötungsstaionen) abgegeben, oftmals von den eigenen Besitzern, ansonsten von den Hundefängern, bleiben sie dort zwischen 10 und 21 Tagen. Sind sie verletzt oder krank werden sie NICHT tierärztlich versorgt. Viele leiden 3 Wchen bis sie getötet werden.
Die meisten Perreras benutzen Spritzen zum Einschläfern. Sie sollten zwei Spritzen setzen, zuerst eine Dosis, die den Hund in den Dämmerzustand versetzt, dann die tödliche. Da dies den meisten zu teuer ist, wird oft nur die zweite gegeben. Dies ist für die Tiere sehr schmerzhaft.

Wir haben viele liebe und tierliebe Freunde in Spanien, die mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, das Elend dort zu mildern. Sie geben ihren letzten Cent für die Tiere. Sie machen Aufklärungsarbeit, gehen in ihrer Mittagspause und Freizeit in Tierheime und Perreras um die Zwinger zu säubern, die Hunde zu versorgen.
Diese Leute unterstützen wir, wo wir nur können. Mit Geldspenden, Sachspenden und natürlich der Vermittlung "ihrer" Tiere.
Sie wissen, dass es in Deustchland anders ist. So anders, wie sie es sich für ihr Land wünschen.

Die spanischen Hunde haben meist kein gutes Leben gehabt. Oftmals wurden sie geschlagen, haben Hunger gelitten, wurden verjagt. Die allermeisten von ihnen sind so dankbar, endlich Liebe zu bekommen. Sie wollen nur gefallen, alles richtig machen. Sie sind i.d.R. sehr gut sozialisiert, da sie oft in Rudeln auf der Straße gelebt haben. Sie sind ganz treue Seelen. Uns erstaunt es immer wieder, dass sie nicht das Vertrauen in die Menschen völlig verloren haben ...

Sandra Dohrenkamp

http://www.tierschutz-spanien.de

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